Im Stadtteil Schildau der Stadt Belgern-Schildau verfügen wir über fünf Alarmierungsarten, um Feuerwehrangehörige im Einsatzfall zu informieren.



Festnetz- und Mobiltelefon

Diese Möglichkeit der Alarmierung kommt bei Kleineinsätzen in Betracht, z. B. bei kleinen technischen Hilfeleistungen, die nicht dringend erledigt werden müssen und nur wenige Einsatzkräfte erfordern. Die Leitstelle setzt sich in solchen Fällen oft mit der zuständigen Führungskraft telefonisch in Verbindung, welche die benötigten Kräfte wiederum telefonisch zusammenruft.



Handy-App („aPager Pro“)

Eine relativ neue Methode alarmiert die Feuerwehrangehörigen durch eine App-Mitteilung auf ihr Mobiltelefon. Ein Vorteil ist, dass es sich um eine vergleichsweise kostengünstige Methode handelt, da die Infrastruktur und die Endgeräte meist vorhanden sind. Ein weiterer Vorteil hierbei ist die höhere Reichweite, da andere Alarmierungssysteme wie Sirene oder Funkmeldeempfänger aufgrund unterschiedlicher Funkkanälen nicht außerhalb eines Landkreises funktionieren. Nachteil ist, dass dieses System Internetgebunden ist, das heißt, der Feuerwehrangehörige muss eine gute Internetverbindung auf seinem Handy besitzen. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei Stromausfall diese Art nicht mehr funktioniert, da sie über einen fest installierten Computer läuft. Des Weiteren besitzt die Handy-Alarmierung keine Zulassung nach der TR-Richtlinie BOS, und kann allenfalls als Zusatzalarmierung zu einer vorhandenen Primäralarmierung genutzt werden. Deshalb wird diese Methode, wenn es finanziell für die einzelne Feuerwehr möglich ist, auch nur als Zusatzalarmierung oder als Benachrichtigung verwendet.



Funkgeräte („Sepura“)

Unter bestimmten Umständen kann die Leitstelle eine Einheit direkt über BOS-Funk alarmieren, z. B. wenn sich ein Fahrzeug bei der Leitstelle als auf Empfang befindlich angemeldet hat. Dies ist beispielsweise bei Übungen, Dienstfahrten oder bei einer Rückkehr von einem anderen Einsatz der Fall.



Meldeepfänger („EuroBos Zeus“)

Eine verbreitete Methode ist die „stille Alarmierung“ von Einsatzkräften über tragbare Meldeempfänger (FME, DME). Im Einsatzfall werden diese Meldeempfänger, welche die Feuerwehrkameraden/innen bei sich tragen, durch die Leitstelle ausgelöst. Nach der Alarmierung erhalten die Feuerwehrkameraden/innen eine Nachricht mit allen wichtigen Informationen zum Einsatz (Wo, Was, Fahrzeuge) auf ihrem Meldeempfänger und können sich so auf den Einsatz vorbereiten. Bei uns läuft diese Art der Alarmierung immer parallel zu der Sirene.



Sirene („E57“)

Eine weitere Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen, welche auch zur Warnung der Bevölkerung im Verteidigungsfall, bei Unwetter- oder Umweltkatastrophen eingesetzt werden können. Allerdings verfügen in Deutschland nur noch rund 16 Prozent der Kommunen über Sirenen, die Anfang der 1990er Jahre nach Ende des Kalten Krieges im städtischen Bereich weitestgehend abgebaut wurden. Bei Feuerwehren, die nicht oder nicht vollständig mit Funkmeldeempfängern ausgestattet sind, ist die Sirenenalarmierung noch verbreitet. Die akustische Reichweite wiederum ist stark schwankend und von Windrichtung und Wetterlage abhängig und reicht von wenigen hundert Metern bis hin zu vielen Kilometern. Auch hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass eine laute Alarmierung durch Sirenen zahlreiche Schaulustige an die Einsatzstelle lockt, welche die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit oftmals behindern.

Die Sirenen werden von der Leitstelle ausgelöst. Auch ein Auslösen der Sirene per Druckknopfmelder, der am Rathaus angebracht ist, ist möglich. Nach Auslösen des Druckknopfmelders hat der Alarmgebende unbedingt zum Gerätehaus zu gehen, um der Feuerwehr den Alarmgrund mitzuteilen.

Im Ausrückebereich Schildau werden die Feuerwehren bei jeder Alarmierung (außer Funk und Telefon) mittels Sirene und ggf. Meldeempfänger alarmiert.

error: You are not allowed to copy content or view source