Geräte für Gefahrguteinsätze

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Für ABC-Schutz, heute CBRN-Schutz

Gefahrgüter im Alltag

Bei einem Gefahrguteinsatz der Feuerwehr geht es um die Eindämmung bzw. Beseitigung von atomaren, biologischen und/oder chemischen Stoffen. Die Einheiten verfügen über eine spezielle ABC-Ausrüstung sowie die entsprechende Gefahrgutausbildung.

Eine der größten Herausforderungen für die Einsatzkräfte bei einem Gefahrstoffzwischenfall ist die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung. Darum ist es für die Ersthelfer so wichtig, einen Vorfall so schnell wie möglich einzudämmen.

Je nach Situation können entweder nur einzelne Einheiten zum Einsatzort entsandt werden oder, wie bei größeren Schadenslagen, auch ein speziell für Gefahrguteinsätze gebildeter Zug, bestehend aus mehreren Einheiten im Landkreis Nordsachsen: Gefahrgutzug I (Delitzsch, Löbnitz) und Gefahrgutzug II (Schildau, Torgau, Süptitz)

Atemschutzgeräte

Beim Umluft unabhängigem Atemschutz handelt es sich in der Regel um Atemschutzgeräte, die ihren Luftvorrat aus Atemluftflaschen beziehen und somit von der Umluft unabhängig sind. Die Atemluftflaschen werden mit speziellen Kompressoren befüllt. Diese Kompressoren unterliegen einer ständigen Kontrolle und verfügen über spezielle Filter um die Luft trocken und frei von öl und Schmutz aufzubereiten. Die Atemluftflaschen gibt es in den Ausführungen: Stahl, Leichtmetall und CFK und werden mit 200 bzw. 300 bar befüllt. Die Einsatzdauer eines Atemschutzgerätes ist stark von der Belastung des Atemschutzgeräteträgers während des Einsatzes sowie der verwendeten Geräteart abhängig.

Mehrgasmessgerät

Das Mehrgasmessgerät ist bei der Feuerwehr ein wichtiger Bestandteil geworden, um unsichtbare Gase bzw. Gefahren sichtbar zu machen, denn auch bei Gasen, welche man nicht auf den ersten Blick bemerkt, gehen bei zu hohen Konzentrationen Gefahren aus. Das Mehrgasmessgerät überwacht ab Einschaltung permanent die Konzentration und kann bis zu vier Gase gleichzeitig bei einer Umgebungstemperatur von +60 bis -40 Grad messen.

Kanalabdeckungen

Kanalabdeckungen helfen der Feuerwehr dabei, die Kanalisation oder andere Abläufe vor auslaufenden Gefahrenstoffe zu schützen. Dabei werden sie auf zum Beispiel Abwässerungskanäle gelegt und anschließend mit Wasser gefühlt, somit verhindern sie ein Eintreten von gefährlichen Stoffen in das Wasser- bzw. Abwassersystem.

Ex-geschützte Funkgeräte

Grundsätzlich geht bei Gefahrguteinsätzen immer eine große Gefahr aus. In manchen Situation kann ein einziger Funke genügen, um eine Explosion oder eine andere Folge auszulösen. Um erst gar nicht in so eine Einsatzlage zu gelangen, verwendet die Feuerwehr sogenannte „Ex-geschützte“ Funkgeräte, welche explosionsgeschützt sind und genau für Gefahrguteinsätze ausgelegt sind.

Dekontaminationsausrüstungen

Um nach Gefahrguteinsätzen weiterhin eine Schwarz- und Weißtrennung zu ermöglichen, existieren mehrere Ausrüstungsgegenstände zur Dekontamination von Einsatzkräften und anderen Personen. Bei der Dekontaminationsdusche werden die Einsatzkräfte abgeduscht, entkleidet und anschließend mit neuer Einsatzkleidung eingekleidet.